Irgendwo dazwischen: Menschen mit Bindungsstörungen

Tagesseminar

Im Rahmen des Seminars sollen zunächst die Charakteristik dieses Personenkreises und die besonderen Problemlagen (sozial-emotionale Entwicklungsdefizite, fehlende Anbindung an die Struktur, kognitive Einschränkungen), aber auch die Stärken dieser Mitarbeiter vorgestellt werden – v.a. im Gegensatz zu dem „klassischen“ Klientel Menschen mit geistiger Behinderung. Im gemeinsamen Austausch sollen Ansätze zum Umgang erarbeitet werden, die vor dem Hintergrund der gegebenen Strukturen praktisch umsetzbar sind

Zielgruppe

Fachkräfte, Mitarbeiter*innen

Ort

Akademie für Rehaberufe, Nordring 8 G, 30163 Hannover

Datum

Fr, 04.03.2022, 09:30 Uhr - 16:00 Uhr

Leitung

Martha Hänel, Dipl. Psychologin

Leistungen

Seminarunterlagen, zwei Kaffeepausen (Tee, Kaffee, nachmittags Kuchen), Mittagsimbiss, Tagungsgetränke (Tee, Kaffee, Wasser), Teilnahmebescheinigung

Gebühren

180 Euro

Anmeldeschluss

11.02.2022

Rücktritt bis spätestens

11.02.2022

Inhalt

Nach den Werkstätten werden auch in den Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe zunehmend neue Personenkreise verortet, der eine besondere fachliche Herausforderung für die Fachkräfte darstellen. Eine Erweiterung findet bereits statt: nach „oben“, d.h. immer mehr meist junge Menschen zwischen 17 und 25 Jahren werden in die Werkstätten vermittelt, ohne eine geistige Behinderung aufzuweisen. 

Dabei handelt es sich um ehemalige Schüler der Schulen für Lernbehinderungen, Schulabbrecher oder sozial benachteiligte Jugendliche. In ihrem Verhalten herausfordernd stellen sie meist – unter den gegebenen Bedingungen – die gewohnten Arbeitsabläufe auf den Kopf. Die Namen sind vielfältig, am gebräuchlichsten ist „Junge Wilde“. Doch nicht alle entsprechen dem Bild des impulsiven, regelbrechenden, jugendlichen Draufgängers. 

Die Problemlagen dieses Personenkreises sind vielfältig und umfassen häufig auch soziale Probleme wie Delinquenz. Neben kognitiven Einschränkungen, die eher auf milieubedingte Faktoren zurück zu führen sind als auf eine Behinderung, sind v.a. sozial-emotionale Defizite und die fehlende „Bindung“ an die Gruppe – was oft mit mangelnder Motivation beschrieben wird - hauptsächliche Probleme im Umgang. Die betreuenden Einrichtungen stehen oftmals vor der Herausforderung des richtigen Angebotes und der angemessenen Begegnung der geschilderten Probleme.

 
SCHWERPUNKTE:
Im Rahmen des Seminars sollen zunächst die Charakteristik dieses Personenkreises und die besonderen Problemlagen (sozial-emotionale Entwicklungsdefizite, fehlende Anbindung an die Struktur, kognitive Einschränkungen), aber auch die Stärken dieser Mitarbeiter vorgestellt werden – v.a. im Gegensatz zu dem „klassischen“ Klientel Menschen mit geistiger Behinderung. Im gemeinsamen Austausch sollen Ansätze zum Umgang erarbeitet werden, die vor dem Hintergrund der gegebenen Strukturen praktisch umsetzbar sind. Dabei wird ein kompetenzorientierter Ansatz gegenüber des defizitorientierten Standpunktes bevorzugt.

 
ZIELE:
Am Ende sollten Sie nach Möglichkeit neue Mitarbeiter/Bewohner von Einrichtungen diesem Personenkreis bei Bedarf zuordnen können und erste Arbeitsansätze formulieren können. Es geht darum, die eigenen Handlungskompetenzen und den Wissensstand um zukünftig „brennende“ Themen zu erweitern.

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