Vor dem Hintergrund der täglichen Erfordernisse ihres Arbeitsplatzes werden die Teilnehmer/innen qualifiziert, Menschen mit verschiedenen Behinderungen besser zu verstehen und entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten zu fördern, beruflich und ganzheitlich zu bilden und anzuleiten.
Die Teilnehmer/innen werden befähigt, die in der Zusatzqualifizierung erworbenen Schlüsselqualifikationen wie:
Arbeits- und sonderpädagogische Kompetenzen (Förderplanung und Umsetzung, Organisation von Einzel- und Gruppenarbeitsprozessen)
Kommunikative Kompetenzen (Zuhören können, Gesprächsführung u.a.)
Soziale Kompetenzen (Führungstechniken, Konflikt- und Problemlösungs- verhalten, Teamfähigkeit)
Technische Kompetenzen (fachspezifisches Wissen, technisches Verständnis, sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Kompetenzen)
in die Praxis zu transferieren.
Die Zusatzqualifikation trägt zur Schärfung der Kritikfähigkeit, der Sensibilisierung für Kooperations-, Gruppenprozesse und Konfliktsituationen sowie zur Einstellungs- und Verhaltensänderung bei.
Dem/Der Teilnehmer/in werden Qualifikationen vermittelt um in einer Werkstatt für behinderte Menschen im Sinne des § 136 des neunten Buches Sozialgesetzbuch – Rehabilitation und teilhabe behinderter Menschen – (Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Juli 2001, BG BIatt S.1046, 1047)
a) das Eingangsverfahren
b) den Berufsbildungsbereich und
c) den Arbeitsbereich
gemäß der §§ 3 bis 5 der Werkstättenverordnung im Zusammenwirken mit der Werkstattleitung und den Fachdiensten sowie dem übrigen Fachpersonal der Werkstatt fachgerecht zu gestalten und durchzuführen.
Inhalte
Die Sonderpädagogische Zusatzqualifikation für Gruppenleiter/innen in WfbM umfasst folgende Handlungsbereiche:
- Planung des Rehabilitationsverlaufs sowie der Förderung in der Werkstatt für behinderte Menschen
- Berufs- und Persönlichkeitsförderung
- Gestaltung der Arbeit unter rehabilitativen Aspekten
- Kommunikation und Zusammenarbeit mit den behinderten Menschen und Institutionen ihres Umfeldes
- Rechtliche Rahmenbedingungen der Werkstatt für behinderte Menschen
Die Inhalte orientieren sich an der Lehrgangsempfehlung des Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).
Methoden
Die Teilnehmer/innen werden in handlungsorientierter Weise qualifiziert.
Folgende Methoden finden Anwendung: Unterrichtsgespräch, Kleingruppenarbeit, Kurzreferate, praktische Übungen und Rollenspiele, Exkursionen, Studientage und die Arbeit in Lernteams in Kooperationswerkstätten. Die Ergebnisse dieser Arbeit erhalten die Kooperationswerkstätten zur Kenntnis.
Die Vorbereitung, Durchführung, Analyse und Präsentation eines differenzierten Projektes, das in der WfbM seine Umsetzung findet, ermöglicht ein interdisziplinäres Vertiefen und Auswerten durch die Umsetzung des Erlernten in die Praxis . In Kleingruppen wird Teamarbeit erprobt, reflektiert und Sozialkompetenz gefördert. Selbsterfahrung und Beobachtung des eigenen Verhaltens sind ein wesentlicher Akzent der praktischen Ausbildung.