Seminarreihe Ambulant unterstütztes Wohnen

Ambulant unterstütztes Wohnen wird immer stärker ein Wohnangebot für erwachsene Menschen mit Behinderungen. Ein hohes Maß an Selbstbestimmung und Gestaltungsmöglichkeiten des eigenen Lebensstils kennzeichnen diese Wohnform. Pädagogische Mitarbeiter/innen assistieren, begleiten und beraten erwachsene Menschen mit Behinderungen. Die vereinbarte Hilfe wird entsprechend der Bedarfserhebung in den einzelnen Lebensbereichen von den einzelnen pädagogischen Mitarbeitern erbracht.

Eine hohe Kundenorientierung ist für diese Tätigkeit unerlässlich. Anders als in stationären Bezügen, findet die Assistenz hauptsächlich in der Einzelbetreuung statt.

 

Kostenträger und Gesetzgeber fordern ambulantes vor stationärem Wohnen. Umfassende strukturierte Konzepte für die Wohnform „Ambulant unterstütztes Wohnen“ sind von Trägern vorzulegen. Eine vorherige Auseinandersetzung mit rechtlichen Grundlagen, Struktur und Anforderungsprofile an die Mitarbeiter/innen und auch Anforderungen an die zu begleitenden Menschen mit Behinderungen sind notwendig.

 

Gesetzliche Grundlagen werden vorgestellt. Die Situation zwischen Wohnheim und ambulant unterstütztem Wohnen mit der entsprechend veränderten Organisationsstruktur und Anforderungsprofilen an die Mitarbeiter/innen wird diskutiert. Die tägliche Praxis wird reflektiert bzw. anwendbare Handlungsmöglichkeiten für Veränderungs-/Umwandlungsprozesse erarbeitet. Erlerntes kann im Arbeitsalltag erprobt, im Seminar reflektiert und ggf. modifiziert werden.

1.Modul:                       Termin: auf Anfrage     
Referentin: Dr Imke Niediek

  • Leitbilder der Behindertenhilfe vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention
  • Entwicklung von Betreuungsangeboten im Laufe der letzten Jahrzehnte und deren konzeptionelle Weiterentwicklung

2.Modul:                       Termin: auf Anfrage        
Referentin: Sigrid Jahnel

Reflexion der eigenen Rolle

  •  Assistenz/Betreuer/Helfer
  •  Umgang mit Kunden
  •  Umgang mit Konflikten
  • Reflexion der eigenen Arbeit im gesellschaftlichen Kontext
  • Methoden der Reflexion
  • Kundenorientierung als Grundbedingung ambulanter Leistungserbringung

3.Modul:                       Termin: auf Anfrage       
Referent: n.n.

Gesetzliche Grundlagen in Ableitung der UN-Konvention auf geltendes Recht

SGB I/IX/V/XI/XII

  • Teilhabeeinschränkung als Anspruchsgrundlage für Leistungen
  • Medikamentenvergabe
  • Persönliches Budget
  • Aufsichtspflicht und Haftung
  • Abgrenzung zwischen juristischer Betreuung und ambulanter Hilfeleistung

4.Modul:           Termin: auf Anfrage
Referent/in: Dr. Imke Niediek angefragt

  • Methoden ambulanter sozialer Arbeit
  • Zukunftsplanung als Methode der Selbstbestimmung
  • Leichte Sprache
  • Sozialraumorientierung
  • Biographiearbeit

5.Modul:           Termin: auf Anfrage
Referent/in: Dr. Imke Niediek angefragt

  • Grundlagen der Hilfeplanung
  • Zielformulierung
  • Ambulante Hilfeplanmodelle und –verfahren in  Niedersachsen
  • Dokumentation ambulanter Dienstleitungen
  • Dienstleistungserbringung im Rahmen des pers. Budgets

Die Weiterbildung ist modular aufgebaut und kann vollständig oder in Teilen belegt werden. Bei Belegung sämtlicher Module erhalten die Teilnehmer/innen ein übergreifendes Teilnahmezertifikat.

Pressemitteilungen

 
 

Kontaktadresse

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Henriettenweg 1
30655 Hannover

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